Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Münch-Khe, Willi (1885 - Karlsruhe - 1960)

Aufziehende Böe.

Radierung auf Kupferdruckkarton, mit Bleistift signiert und betitelt, 1920. 16,3 : 22,2 cm auf 32 : 36,8 cm. Provenienz: Privatsammlung Köln. Am Rand teils kleinere Braunflecken, verso umlaufend Montierungsstreifen. Aus der Mappe „Am Bodensee“, 10 Radierungen. Erschienen im Verlag Emil Richter, Dresden. Eine Auflage ist nicht bekannt.

Willi Münch (er hängte 1911 das Khe für Karlsruhe an) war Meisterschüler von Hans Thoma und zunächst Gebrauchsgrafiker. Dazu schuf er Entwürfe für die Majolika und Meissen. 1914 zog er nach Leipzig, wurde jedoch 1915 als Soldat eingezogen. 1920 übersiedelte er auf die Halbinsel Höri im schweizerischen Teil des Bodensees. 1929 wechselte er erneut nach Leipzig. 1931 trat er der NSDAP bei. Ab 1934 lebte er in Berlin und verbrachte die Sommer am Bodensee. 1939 schlug er seine Zelte in Engen (Hegau) auf und eröffnete einen eigenen Töpferladen. 1948 wurde er als Mitläufer eingestuft und übersiedelte ein Jahr später nach Buenos Aires. 1953 kehrte er nach Deutschland zurück und arbeitete bis 1958 erneut für die Meissner Manufaktur.

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