Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Neugebauer, Rudolf (Münster 1892 - 1961 Hamburg)

Ohne Titel (Porträt eines Rabbiners).

Öl auf Leinwand, mit Pinsel signiert und undeutlich datiert, 1929 (?). 46 : 36 cm. Provenienz: Nachlaß des Künstlers; Privatsammlung Köln.
Der Künstler studierte von 1907 bis 1912 an der Kunstgewerbeschule Elberfeld sowie an der Berliner Akademie und bei Habermann in München. Anschließend verbrachte er zwei Jahre in Paris. Von 1915 bis 1918 war er Soldat. Seit 1920 lebte Neugebauer in Hamburg und war als Lehrer an der Landes-Kunst-Schule tätig. Das Werk ist Künstlers ist inspiriert durch die Arbeiten Gauguins und Hofers. „Wenn man weiß, daß hier die Fortsetzung meist Routine zu sein pflegt, die gewöhnlich an einem toten Punkt landet und sich in verbissenem Hochmut jeder lebendigen Entwicklung verschließt, dann ist die künstlerische Entwicklung Neugebauers nicht genug zu begrüssen. Denn das Schaffen des letzten Jahres zeigt ihn mit immer einfacheren Mitteln auf dem Weg zu großen Formen unter bewußtem Verzicht auf all das raffinierte Gefüllsel und ohne Ausnützung der hundert Möglichkeiten ‚schwieriger‘ Virtuosität.“ (Kohlhaußen, Heinrich, Rudolf Neugebauer. In: Der Kreis. Zeitschrift für künstlerische Kultur. Vierter Jahrgang. Zweites Heft. Hamburg 1927. S. 92).

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