Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Schmidtbauer, Paul (Lividraga / heute Kroatien 1892 - 1974 Graz)

Ohne Titel (Im Kaffeehaus).

Tuschfederzeichnung auf festem Bütten, mit Tinte signiert, um 1912. 22,1 : 18,8 cm. Provenienz: Privatsammlung Westfalen. Verso in Bleistift betitelt. Mit Montierungsspuren.

Schmidtbauer kam mit sechs Jahren nach Graz, wo er an der Landeskunstschule ausgebildet wurde. Für kurze Zeit besuchte er ab 1912 die graphische Lehr- und Versuchsanstalt in Wien.1913 übersiedelte er nach Sarajewo und baute dort eine Malschule auf. Als Kriegsfreiwilliger gelangte er an die italienische und galizische Front. Nach dem Krieg zog er nach Graz, wo er Mitglied des Vereins der bildenden Künstler Steiermarks, des Werkbundes Freiland und des Steiermärkischen Kunstvereins wurde. 1922 erhielt er den Staatspreis, 1923 die Goldene Medaille der Stadt Graz. Daneben war er 1923 Mitbegründer der Steierischen Sezession, wodurch er mithalf, ein Forum für die dortige Avantgarde zu schaffen. 1938 hielt er sich in London auf und erwog die Emigration, da man ihn in Graz diffamierte, entschied sich jedoch dagegen. Bekannt wurde er u. a. durch seine Wandbilder.

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