Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Corinth, Lovis (Tapiau 1858 - 1925 Zandvoort)

Katze auf Baumstrunk.



Foto: Charlotte in Urfeld beim Füttern der Katze "Strick" mit der Milchflasche, daneben die Katze "Strolch" (Aufnahme: Lovis Corinth)

Kaltnadelradierung auf Japan, mit Bleistift signiert und als "Probedruck" bezeichnet, 1920.
24,5 : 19,5 cm  auf 36,2 : 28,2 cm.
Schwarz 432 VIII.  
Einer von wenigen Probedrucken vor der Auflage von 25 Exemplaren auf Japan und 50 Exemplaren auf Bütten als Blatt 8 der Mappe "Am Walchensee", erschienen als 30. Werk der Gurlitt-Presse im Verlag Fritz Gurlitt, Berlin, 1920.
Bis auf kleinere Läsuren in den Ecken prachtvoller, tief eingepreßter Druck mit leichtem Plattenton.
"In der heißen Sonne schnurrt vor dem Häuschen unser Kater, ein Kätzchen, das wir jung aufgezogen, und das nun zweijährig ist. Ein herrliches Tier, behütet und gepflegt vom ganzen Hause, was es uns tausendfach vergilt. Lief es doch wie ein Hündchen hinter meiner Frau einher. Versteckte sich auf Bäumen; scherzte und spielte mit dem Saume ihres Kleides." (Lovis Corinth).



"Gleichwertig behauptet sich neben dem vollen Instrumentarium der Malerei die Kammermusik der Graphik. Dem sinnlichen, vielstimmigen Rausch der Farbe hält die Graphik in ihrer Beschränkung auf die Linie und Schwarz-weiß, die Abstraktion und Klärung der Form bedeutet, eine Alternative entgegen. Corinths souveräne Art zu komponieren, tritt im strengen Schwarz-weiß erst richtig hervor. In der Art und Weise, wie er Bergzüge zu umreißen vermag, Ufer und See im Vordergrund, steckt eine bewundernswerte Leistung, so abgeklärt erscheint hier die Landschaft, voll Monumentalität in oft kleinen Formaten." (Timm, Werner, Corinth am Walchensee. In: Lovis Corinth. Die Bilder vom Walchensee. Vision und Realität. Katalog der Ausstellung in der Ostdeutschen Galerie Regensburg (u. a.) 1986. S. 74).


Holzplatz am Walchensee - Bauholz zum Corinth-Haus.

Kreidelithographie auf Bütten, mit Bleistift signiert und als Probedruck bezeichnet, 1919. 33,2 : 48 cm auf 49 : 61,5 cm. Müller 462.

Der linke Rand wasserspurig, vereinzelt etwas fleckig.

 

Laut Müller ist die Auflage verbrannt, was die exteme Seltenheit des Blattes erklärt. In der Nacht vom 22. auf den 23. November 1943 wurde u. a. das Lager von Wolfgang Gurlitt, dem Verleger Corinths, durch Bombentreffer vernichtet, der Umfang wird später mit rund 20000 Grafiken beziffert.


Landschaft mit Kühen.

Radierung auf Bütten, mit Bleistift signiert, 1917. 14,2 : 19 cm auf 25 : 34,2 cm. Schwarz 306. Eins von 75 Exemplaren auf Bütten, dazu 40 auf Japan. Brillanter Abzug.

 

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Winter am Walchensee.

Kaltnadelradierung auf Bütten, mit Bleistift signiert, von fremder Hand nummeriert, 1924. 15 : 19,8 cm auf 25,7 : 33,4 cm. 

Müller 858 (kennt neben Probedrucke nur die 200 Abzüge für die Vorzugsausgabe des Buches "Der Zeichner Lovis Corinth" von Georg Biermann, erschienen im Verlag Ernst Arnold in Dresden). Eins von 50 Exemplaren.

Sehr gratiger, differenzierter Abzug.

 

 

"Die Kunststraße vom Kochel- zum Walchensee windet sich am Kesselberg empor, bis wir endlich auf dem höchsten Punkt angekommen sind. Hier zeigt sich auch zum erstenmal der See. Von dieser Höhe geht es jäh herunter. Das Gefährt schlängelt sich, mit Vorsicht gestoppt, eine schön gepflegte Straße in zahlreichen Windungen herab, bis hart zum Ufer des Walchensees. wo auch das Dörfchen Urfeld beginnt. Dieses Urfeld ist ein ganz winziger Ort, es gibt dort eine Post, zwei Gasthäuser, aber weder Schuster noch Schneider. Einige Villen, ebenfalls Liliputanerstil, leuchten unter schwarzen Tannen hervor" (Lovis Corinth: Am Walchensee. 1921)

 

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