Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Janssen, Horst (1929 - Hamburg - 1995)

Der Kullen

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta auf bräunlichem Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und als "P"(robedruck ) bezeichnet, 1971. 10,3 : 10,8 cm auf 46,5 : 28,2  cm.
Frielinghaus 793 (1971); Gäßler 13/15.
Einer von 10 Probedrucken vor der Auflage von 50 Exemplaren.
Verso kleine Montagestreifen,  sonst vorzüglich erhalten.
Blatt 15 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.
Schack schreibt: "Die Spitze der felsigen Halbinsel westlich von Hälsingborg in Schweden."

Kleiner Felsen

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta aufBütten, mit Bleistift signiert, datiert und als "P"(robedruck ) bezeichnet, im unteren Bereich ein vermeintlicher Fleck ebenfalls mit Bleistift signiert, 1971. 10,8 : 10,3 cm auf 46,4 : 28,5  cm.
Frielinghaus 794 (1971); Gäßler 13/16.
Einer von 12 Probedrucken vor der Auflage von 50 Exemplaren.
Verso kleine Montagestreifen, sonst vorzüglich erhalten.
Blatt 16 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.
Schack schreibt: "Ein Hommage an den spröden drahtigen Strich der Inkunabeln des Kupferstichs aus der Mitte des 15. Jahrhunderts - zum Beispiel vom Meister der Nürnberger Passion, der Liebesgärten oder der Spielgarten - wie er im Kupferstichwerk von Schongauer, Meister E.S. oder Lukas von Leyden nachklingt. In der Radierung des >großen Felsen< mit Bergwiesen und Wasserfällen ist dasselbe Motiv noch einmal in malerischen hell-dunkel Kontrasten aufgegriffen."


Drächelchen

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta auf bräunlichem Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und als "P"(robedruck ) bezeichnet, in der Platte bezeichnet "chi Drächelchen", 1971. 20,6 : 14,7 cm auf 46,2 : 28,4  cm.
Frielinghaus 796 (1971); Gäßler 13/17.
Einer von 10 Probedrucken vor der Auflage von 50.
Verso kleine Montagestreifen, sonst vorzüglich erhalten.
Blatt 17 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.
Schack schreibt: "Selbstbildnis nach einem japanischen Setzschirm der Kano-Schule aus dem 17. Jahrhundert: ein Drache steigt auf im Dunst über dem Wasser."


Bäume im Gegenlicht.

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta auf bräunlichem Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und als "P"(robedruck ) bezeichnet, 1971. 20,7 : 14,7 cm auf 46,2 : 28,4  cm.
Frielinghaus 797 (1971); Gäßler 13/18.
Einer von 15 Probedrucken vor der Auflage von 50.
Verso kleine Montagestreifen, im ehemaligen Passepartout-Ausschnitt leicht lichtranding, am unteren Rand kleine Knickspur.
Blatt 18 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.
Schack schreibt: "Dieses Blatt steht am Anfang einer Reihe von gezeichneten und radierten Variationen zum Thema einer Baumgruppe im Gegenlicht. In die Zeichnung des von leichten Winden gefächelten Laubwerks mischen sich Erinnerungen an die Blätter aus dem Park der Villa d'Este von Fragonard, an Landschaften von Watteau, vielleicht spielen auch schon Gedanken an Claude Lorrain mit hinein.
Der Kulminationspunkt des Lichtes in dieser Radierung liegt in der dem Auge des Betrachters besonders nahen Helligkeit links unter dem ausladenden Geäst, dem gegenständlichen Motiv nach ist das aber gleichzeitig ein Durchblick durch aufreißende Wolken über eine weit entfernte Wasserfläche."


Kleines Riff

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta auf Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und als "P"(robedruck ) bezeichnet, 1971. 7,4 : 14,7 cm auf 46,2 : 28,4  cm.
Frielinghaus 800 (1971); Gäßler 13/19.
Einer von 10 Probedrucken vor der Auflage von 50.
Verso kleine Montagestreifen, im ehemaligen Passepartout-Ausschnitt sehr leicht lichtrandig, sonst vorzüglich erhalten.
Blatt 19 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.


Hokusai's Spaziergang 2. Fassung.

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta auf bräunlichem Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und als "P"(robedruck ) bezeichnet, in der Platte bezeichnet "Hokusai's Spaziergang II" und datiert, 31.10. 1971. 22 : 14,7 cm auf 46,4 : 28  cm.
Frielinghaus 803 (1971); Gäßler 13/20.
Einer von 10 Probedrucken vor der Auflage von 50.
Verso kleine Montagestreifen, sonst vorzüglich erhalten.
Blatt 20 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.
Schack schreibt im Nachwort der Buchausgabe: "Die erste Fassung dieser Radierung >Hokusai's Spaziergang< entsprach vor allem deshalb nicht den Vorstellungen des Autors, weil neben den Dingen, die Janssen gegen Ende des zweiten Kapitels beschreibt, der Kontrast zwischen Drachenleib und Felswand zu gering ist und dennoch das spezifische Gewicht beider Motive zu stark unterschieden. Die Selbstverständlichkeit, mit der auf vielen bedeutenden chinesischen und japanischen Bildern dieselbe Substanz, wie zum Beispiel das Wasser des Meeres, in zwei verschwisterten Verkörperungen, als Drachenklaue etwa und als stilisierte Welle wie auf dem Surimono von Hokusai nebeneinander auftritt, gehörte zu den Stimulanzen dieser Radierung; erst in der zweiten Fassung ist dieser Ton mit überzeugender Selbstverständlichkeit angeschlagen:
Drachenleib und Felsstruktur sind noch näher aneinander geführt und gleichzeitig viel sicherer unterschieden, die Felswand - die jetzt nach rechts den ersehnten Blick übers Land freigibt - ist in große Brocken aufgelöst, die über dem Kopf und Schwanz des in den Berg eingebetteten Drachen erscheinen wie Spielbälle in einem Augenblick des Drachenspiels, - Zeit genug aber um Brücken darüber zu schlagen und einen Weg auf den Aussichtspunkt zu machen.
Ein wichtiges MOtiv für die Einbeziehung der hellen Himmelsfläche in den Zusammenhang der Zeichnung war die schüttere Baumsilhouette der ersten Fassung. An dies Motiv knüpfte sich in zweiten Zustand die Assoziation der Konturen aneinanderstoßender Wolken. So wird die helle Fläche über dem Bergzug unter der Hand zu einem bewölkten Himmel uminterpretiert, der an dieser Stelle aufreißt: dabei tauschen die Hellligkeit und das Dunkel ihre Erscheinungsweise aus."


Selbstbildnis: die 100 Oktober-Radierung.

Kaltnadelradierung mit Strichätzung und Aquatinta auf Japan-Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und als 2.6."P"(robedruck ) bezeichnet, dazu in Bleistift "S.B.", in der Platte bezeichnet "die 100. Oktoberradierung" und datiert, 31.10.1971. 22,1 : 14,7 cm auf 46,2 : 28,4  cm.
Frielinghaus 804 (1971); Gäßler 13/21.
Einer von 8 Probedrucken vor der Auflage von 50 Exemplaren.
Verso kleine Montagestreifen, sonst vorzüglich erhalten.
Blatt 21 der Suite "Hokusai's Spaziergang", gedruckt von Hartmut Frielinghaus, Hamburg, verlegt von Gerhard Schack, Christians Verlag, Hamburg 1972.
Schack schreibt über die Vorzeichnung und die Graphik: "Selbstbildnis: die abgezogene Haut seines Kopfes in der Art eines Bartholomäus-Balges an den Nagel gehängt, in der Pfanne darunter spiegelt sich das ausgewrungene Gesicht wieder zusammen. Auf einen Witz über die nun annährend 100 Radierungen des Monats Oktober abends nach einem Spaziergang noch schnell erzeichnet. Die Radierung nach dieser Zeichnung vom 31. Oktober wurde dann allerdings die 105. des Monats!
Radierung nach der Bleistiftzeichnung, im Gedanken an die abgezogene Haut des heiligen Bartholomäus aus dem jüngsten Gericht von Michelangelo."

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