Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Hal, Hans (d. i. Hans Leistikow) (Elbing/Ostpreußen 1892 - 1962 Kassel)

Ohne Titel (Drei Rehe).

Holzschnitt auf Maschinenbütten, mit Bleistift signiert und bezeichnet, um 1920. 23,3 : 10,5 cm auf 37,7 : 19,8 cm. Stellenweise braunfleckig. Provenienz: Privatsammlung Westfalen.
Hans Hal war ein Neffe von Walter Leistikow und trug das Pseudonym, um nicht immer mit seinem Onkel verglichen zu werden. Er studierte an der Akademie in Breslau und war von 1925 bis 1930 Leiter des graphischen Büros der Frankfurter Stadtverwaltung. Hal entwarf u. a. Mosaike für die Westendsynagoge und Fenster für den Dom in Frankfurt. Daneben wirkte er als Gebrauchsgraphiker. Von 1948 bis 1959 leitete er die Graphikklasse der Kunstakademie in Kassel. Seine künstlerischen Druckgraphiken sind kaum bekannt und auch sehr selten, obwohl sie von eindrucksvoller Qualität sind. In der kristallinen Formensprache dieses Blattes fühlt man sich unwillkürlich an die Holzschnitte von Franz Marc erinnert. Deren prägende Merkmale wie Abstraktion, Deformation und vermeintliche Disharmonie sind auch hier zu finden.

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