Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Hertzer, Else (Wittenberg 1884 - 1978 Berlin)

Biographie

Die Künstlerin schuf zunächst autodidaktisch einige Bilder ihrer Heimatstadt und deren Umgebung, bevor sie 1909 Otto Hertzer heiratet und mit ihm im gleichen Jahr nach Berlin ging. Hier besuchte sie den Unterricht bei dem impressionistischen Maler George Mosson (Aix-en-Provence 1851 - 1933 Berlin) an der Zeichen- und Malschule des Vereins der Berliner Künstlerinnen (VdBK) und später die Akademie der Künste. 1918 beteiligte sie sich erstmals an einer Ausstellung der "Berliner Secession", dazu hatte sie erste Einzelausstellungen in Berlin. Von besonderer Prägung war der Besuch der Malschule von André Lhote in Paris 1929. Ebenso hinterließ der Künstlerfreundschaft zu Karl Schmidt-Rottluff ihre Spuren. Von 1928 bis 1930 gehörte sie zum Vorstand des VdBK, an dessen Ausstellungen sie sich regelmäßig beteiligte. 

Da sich der Großteil ihrer Werke in Privatbesitz befindet, ist die Künstlerin in Vergessenheit geraten und erst in jüngster Zeit wieder in Ausstellungen präsent. Matthias Tietze, dem wir für hilfreiche Informationen danken, hat die vom 30.6. bis 1.9.2019 in Apolda stattgefundene Retrospektive kuratiert hat. Hier weitere Informationen

 


Ohne Titel (Sandwäsche bei Wittenberg).

recto
verso

Radierung mit Aquatinta auf Kupferdruckkarton, mit Bleistift signiert und als "Probedruck" bezeichnet, in der Platte monogrammiert, um 1907/08. 15 : 18 cm auf 17,4 : 19,2 cm.  Verso Fragment einer weiteren Radierung, Montierungsreste.

Beachtliche autodidaktische Landschaftsradierung, die noch impressionistische Züge trägt.


Ohne Titel (Waldweg im Fläming).

verso
recto

Radierung mit Aquatinta auf Kupferdruckkarton, mit Bleistift signiert, um 1907/08. 15,7 : 20 cm auf 18,2 : 21,5 cm. Verso Fragment einer weiteren Radierung. Montierungsreste.

Eine stimmungsvolles, spätimpressionistisches Waldstück, wobei die Komposition schon weitere Impulse verrät. 


Ohne Titel (Menschenansammlung mit Pferdewagen unter Bäumen).

verkauft

Radierung mit Aquatinta auf Kupferdruckkarton, mit Bleistift signiert und als "Probedruck" bezeichnet, in der Platte bezeichnet "H 10", 1910. 9,8 : 15,9 cm auf 12,9 : 18,4 cm. Verso Montierungsreste, sonst schön erhalten. Laut Mathias Tietke handelt es sich um ein Motiv aus Buttstädt/Thüringen. 


Ohne Titel (Weiblicher sitzender Rückenakt).

recto
verso

Radierung mit Aquatinta auf Kupferdruckkarton, mit Bleistift signiert und als "N°2" betitelt, in der Platte "H 20" bezeichnet, 1920. 10 : 6,8 cm auf 12,1 : 8,8 cm. Verso ein weiterer Abzug der Platte. Verso Montierungsspuren und stellenweise Papierverlust.

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