Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Lais, Otto (Wilferdingen bei Durlach 1897 - 1988 Wegberg-Merbeck)

Herrenporträt (Selbstbildnis).

Kaltnadelradierung, mit Bleistift überarbeitet, auf Velin, mit Bleistift bezeichnet "Korrekturdruck eines Herrenportaits" und signiert, um 1925. 38,2 : 27,8 cm auf 45 : 32,7 cm. Am linken Rand kleiner, mit Klebestreifen hinterlegter Einriss, wenige druckbedingte Quetschfalten, sehr guter Gesamteindruck.
Provenienz: Sammlung Frau von Wühlisch, Berlin Friedenau; Kunst und Antiquitäten Beyer und Adam, Berlin; dort 1966 von Dr. Dieter Lemhoefer, Berlin erworben; Privatsammlung Westfalen.

Zur Familie Wühlisch gehörte der Kaufmann und Grundbesitzer August-David Wühlisch, nach dem der Wühlischplatz in Berlin Friedrichshain benannt ist. Dieter Lemhoefer war Jurist und ein bedeutender Berliner Kunstsammler, der auch einige kunsthistorische Publikationen verfasst hatte. 

Nach Besuch des Durlacher Gymnasiums (die Familie zog bald nach der Geburt Lais dorthin) und Teilnahme am Ersten Weltkrieg wurde Lais zunächst Zeichenlehrer. Aufgrund seiner Begabung wurde ihm jedoch ab 1921 ein Studium ab der Karlsruher Badischen Landeskunstschule ermöglicht. Hierbei befaßte er sich sehr intensiv mit der Radierkunst. Lais war mit Wilhelm Schnarrenberger, Walter Conz, Rudolf Schlichter und Karl Hubbuch befreundet, stand also der "Neuen Sachlichkeit" sehr nahe. Seine Bilder thematisieren die verklemmten Spießbürger der Weimarer Zeit, was ihm schließlich den Entzug der Lehrerlaubnis und ein Ausstellungsverbot ab 1933 einbrachte. Werke des Künstlers sind selten im Kunsthandel zu finden.

Literatur: Ludwig Langenfeld, Otto Lais. Das graphische Werk eine symbolischen Realisten der zwanziger Jahre. Freiburg 1981.


Varieté.

VERKAUFT

Radierung mit Kaltnadel und Aquatinta auf festem Bütten, mit Bleistift signiert, datiert und betitelt, verso vom Künstler bezeichnet: "Einziger Druck der noch besteht", 1922. 16,6 : 24,7 cm auf 21,6 : 30,2 cm. 

Provenienz: Sammlung Frau von Wühlisch, Berlin Friedenau; Kunst und Antiquitäten Beyer und Adam, Berlin; dort 1966 von Dr. Dieter Lemhoefer, Berlin erworben; Privatsammlung Westfalen.


Werbung (Pfaffenspiegel).

Radierung mit Aquatinta auf Japanpapier, mit Bleistift signiert und datiert, 1925. 16,8 : 27,4 cm auf 23,2 : 33,2 cm.

In den oberen Ecken Montierungsreste, sonst sehr schon erhalten.

Provenienz: Sammlung Frau von Wühlisch, Berlin Friedenau; Kunst und Antiquitäten Beyer und Adam, Berlin; dort 1966 von Dr. Dieter Lemhoefer, Berlin erworben; Privatsammlung Westfalen.

 

 

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