Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Sterl, Robert (Großdobritz 1867 - 1932 Naundorf)

Ohne Titel (Geistlicher).

Bleistift, stellenweise etwas weiß gehöht, ohne Jahr. Ca. 29 : 24,2 cm. (Blattformat).

Ohne Titel (Alte Frau am Spinnrad).

Bleistift auf festem Papier, mit Bleistift signiert, ohne Jahr. 35,8 : 23,7 cm (Blattformat). Verso mit Nachlaß-Stempel und der Nummerierung „B 526“. Der Rand etwas unregelmäßig beschnitten.

Laut handschriftlicher Betitelung von Feldmann „Hessische Frau am Spinnrad“.


Töpfer an der Farbmühle.

Bleistiftzeichnung auf kräftigem Papier, recto mit Bleistift signiert, zweifach bezeichnet und datiert, recto in Tinte betitelt und signiert, 16. XI. (18)97. 31,2 : 24 cm. Recto mit Nachlaß-Stempel und der Nummerierung „B 343“. Am rechten Rand kleiner Einriss, leichte Alters- und Gebrauchsspuren.

Laut handschriftlicher Betitelung von Feldmann „Färbmühle mit Bürgermeister“.
Wittgenborn hatte aufgrund seiner besondern Tonvorkommen eine jahrhunderte lange Töpfertradition.

„Sterl sah sich, wie schon bei anderen Themen bemerkt, sehr genau im Milieu der Töpfer um, studierte auch ihre Arbeitswelt vom Interieur der Töpferstuben bis zum einzelnen Werkzeug und übertrug das Feierlich-Monumentale sonntäglicher Schwalmbauern in eine reale Arbeitssphäre der Häfner an der Töpferscheibe und am Mahlstein. [...] Sterl erforschte geradezu deren Arbeit von der Tongewinnung mit den Tongrubenarbeitern bis zu den Nachtwachen an den großen Brennöfen. Handwerk und Werkzeug hielt er mit gleicher Intensität fest. Er wollte ein authentisches Bild der Arbeit der Töpfer und ihres Umfeldes schaffen“ (Zimmermann, Horst, Robert Sterl. Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011. S. 44 f.).eldmann „Hessische Frau am Spinnrad“.


Ohne Titel (Töpfer an der Drehscheibe, pflügender Bauer).


Töpfer an der Drehscheibe und Farbmahlstein. Öl auf Leinwand 1894. Städtische Galerie Dresden. Popova 157

Federzeichnungen auf dünnem, glatten Papier. Verso Fragment einer Studie in Tusche.9,8 : 16,7 cm.

Der linke Bildteil könnte eine Studie zu dem Gemälde „Töpfer an der Drehscheibe“, entstanden 1894 in Wittgenborn (Popova 157) sein.


Ohne Titel (Tongrube in Hessen).

Bleistift auf Zeichenblockpapier, unsigniert und undatiert. 15 : 21 cm auf ca. 16,5 : 21 cm. Verso mit Nachlaß-Stempel und der Nummerierung B 387. Der untere Rand unregelmäßig, rechts Spuren ehemaliger Faltung.

Laut handschriftlicher Betitelung von Feldmann „ Tongrube in Hessen “.

Im Juli 1900 kaufte Sterl ein Grundstück in Wittgenborn/Hessen bei Wächtersbach zwischen Fulda und Frankfurt a. M., auf dem er ein Atelierhaus errichten ließ. Bevor es bezogen werden konnte, wohnt er im Haus des Bauern Stübing.

„Am 12. Juni 1900 begannen die Ferien. Mit seiner Frau fuhr Sterl [...] nach Wächtersbach. Von dort ging es zu Fuß nach Wittgenborn. Helene Sterl beschrieb diese beschwerliche Reise und fügte dann an: >Der Weg war so früh morgens sehr schön, doch waren unsere Gedanken sehr ernst, wir gingen ja dem entgegen, worauf sich unser ganzes ferneres Leben aufbauen sollte. [...] Am Grenzweg des Dorfes trafen wir den Förster, der uns sagte, dass die schöne Eichenallee vor unserem Platz geschlagen sein. Wir waren ganz traurig darüber. Alles das, was das Dorf charakterisiert, kommt fort. Wir fürchten nur, dass noch manches verändert wird, was jetzt schön ist. Die wunderbaren Eichen an der Tonkuhle sind auch schon viel geringer geworden. Wir hatten uns so sehr gefreut, als wir aus Dresden fortgingen, auf unser neues Grün hin.“ (Zimmermann, Horst, Robert Sterl. Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011. S. 64).


Ohne Titel (Bei der Ernte).

Bleistift auf Bütten, mit Bleistift bezeichnet „Früh 8 Uhr Wittenborn“ und datiert, 8. Sept. 1900. Ca. 11 : 15,2 cm. Mit kleineren Fleckchen. Der Rand etwas unregelmäßig.


Beim Wasserholen

recto
verso

Ohne Titel (Beim Wasserholen, Wittgenborn; verso Figurenstudien). Bleistift auf festerem Papier, recto signiert, datiert und mit „W“ bezeichnet, 15. 9.1900. 14 : 20,7 cm. Mit einigen Fleckchen, rechts mit unregelmäßigem Rand und Montierungsspuren.
Laut handschriftlicher Betitelung von Feldmann „ Beim Wasserholen, Wittgenborn “.

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