Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Sterl, Robert (Großdobritz 1867 - 1932 Naundorf)

Pont Royal (Paris)

Bleistift auf Bütten, mit Bleistift betitelt, ohne Jahr (1893). 14,4 : 26,8 cm.
Verso mit aufgeklebter Pappe mit Nachlaßstempel und der Nummerierung „B 753“. Einheitlich gebräunt, etwas fleckig, verso Montierungsstreifen.

Literatur: Becker, Heinrich, Robert Sterl als Zeichner. Bielefeld 1952. Abb. 30

„Das Honorar für die Illustration des Kinderbuchs von Steinkamp gab Sterl die finanzielle Möglichkeit, nach Paris zu gehen um vor Ort den Impressionismus zu studieren. [...] Er mietete sich ein Atelier in der 4, Rue de l‘Université. In Skizzenbüchern hielt er seine Eindrücke von der Stadt mit ihrer großartigen Architektur, ihren berühmten Kirchen, ihren Palais und ihren Seinebrücken fest. Er vertiefte sich zeichnend in das großstädtische Leben und Treiben auf den Boulevards und an der Seine, und er vertraute mit akribischer Deutlichkeit seinen Skizzenbüchern an, was ihm besonders aufgefallen war. Er zeichnete aber auch die Pariser Atmosphäre wie Lichtlandschaften mit weichem Zeichenstift, auf der Seine schwimmende Kähne am Pont Royal mit dem Louvre im Hintergrund." (Zimmermann, Horst, Robert Sterl. Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011. S. 38 f.)



Ohne Titel. (Studien einer älteren Frau)

Bleistift und Tusche auf festerem Papier, mit Bleistift monogrammiert und mit „Etaples“ beschriftet, ohne Jahr (1893). 26,8 : 15,5 cm auf 32,2 : 24,5 cm. Ein hinterlegter Einriss am rechten Rand, kleinere Altersspuren.

Sterl reiste im Frühjahr 1893 nach Paris und im Juni von dort aus an die nördliche Küste nach Etaples und Camiers im Departement Pas de Calais.


Ohne Titel (Dorfstraße in Nordfrankreich, Camiers?).

Federzeichnung mit Bleistift auf Bütten, mit Bleistift datiert „13. Juni 1893“, darunter mit Tinte datiert „19. Juni 93“, mit Bleistift durchgestrichen, 1893. 22 : 14,3 cm (Blattformat).


Ohne Titel (Ziegenstudie).

Bleistift auf festerem Papier, mit Bleistift bezeichnet „Johnsdorf“ und datiert, 17. Aug. (18)93. 32,5 : 24,2 cm (Blattformat).  Verso mit Nachlaß-Stempel und der Nummerierung „B 510“). Teils stärker fleckig, der Rand unregelmäßig beschnitten, etwas angestaubt.

Seit 1891 hielt sich Sterl wiederholt im böhmischen Johnsdorf an der Elbe bei seinem Malerfreund Wilhelm Claudius auf. Mit ihm zusammen gründete er die sogenannte "Goppelner Schule", eine dem Impressionismus nahestehende Künstlerkolonie im sächsischen Erzgebirge.

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