Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Sterl, Robert (Großdobritz 1867 - 1932 Naundorf)

Mittag (Pause der Arbeiter im Postelwitzer Steinbruch)

Lavierte Tuschpinselzeichnung auf Bütten, mit Tusche betitelt, mit Bleistift bezeichnet „Postelwitz“ und datiert, 1889. 24,2 : 14,5 cm. Unten rechts der Nachlaß-Stempel mit der Nummerierung „B 474“. Die obere rechte Ecke treppenartig ausgeschnitten, verso Montierungsstreifen.

Entgegen den bisherigen Annahmen, Sterl habe sich erst ab 1893 durch einen Illustrationsauftrag mit dem Thema der Steinbruch-Arbeiter beschäftigt, finden wir hier einen Beleg für eine frühere Darstellung.

Ohne Titel (Ein Pferd mit Heuwagen geht durch).

Tuschfederzeichnung, teils laviert, auf stärkerem Papier, ohne Jahr (um 1889). 14 : 12,2 cm (Blattformat). Der Rand etwas unregelmäßig.

1889, bereits ausgezeichnet mit der silbernen Medaille der Kunstakademie, fertigt Sterl zahlreiche Studien in der ländlichen Umgebung Dresdens.


Ohne Titel (Waldstudien recto und verso).

Bleistift auf festerem Papier, recto monogrammiert, ohne Jahr. 22,4 : 14,4 cm (Blattformat). Verso Montierungsreste.

„Während seiner Lehrjahre im Meisteratelier von Ferdinand Pauwels suchte sich Sterl Quartiere in der ländlichen Umgebung von Dresden. So wohnte er in Rabenau, in dem wildromantischen, schon bei den Spätromantikern beliebten Rabenauer Grund mit dem Weißeritztal. Später quartierte er sich in dem linkselbischen Kleinzschachwitz gegenüber von Pillnitz ein, um auch hier vor Ort Studien zu treiben. Er schloss sich immer mehr einer im Aufbruch befindlichen Künstlergeneration an, die nach Ungebundenheit und malerischer Eroberung der Wirklichkeit strebte. Fortan war er im Meisteratelier des Historienmalers ein Naturalist des Alltäglichen, was dem Meister wohl nicht gefiel. So schrieb Sterl an Göhre: >Ich arbeite nicht wenig, doch Pauwels ist mir immer wieder ein Hemmnis. Ich würde mit viel größerer Frische viel mehr und die Arbeiten viel eher fertig machen, machte ich sie für mich alleine [...] mir wird die Zeit im Atelier zur völligsten Entsagung< (20.1.1888). Dass Sterl lieber ,vor Ort‘ arbeitete als im akademischen Atelier unter der Aufsicht eines Malers des Historismus, der den Freilicht-Realismus der Zeitgenossen ablehnte, ist nachvollziehbar [...]“
(Zimmermann, Horst, Robert Sterl. Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011. S. 23 f.)

recto
verso

Kirchenstudie

Ohne Titel (Studien u. a. zu einem Kirchenbild; verso Szenerie mit Postkutsche). Tuschfederzeichnung, verso monogrammiert und datiert, (18)92. 36 : 24,5 cm (Blattformat).
Die Kutschen-Szene könnte von Sterl als Illustration eines Textes entstanden sein.

recto
verso

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