Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Sterl, Robert (Großdobritz 1867 - 1932 Naundorf)

Ohne Titel (Ernst von Schuch dirigiert Beethovens Violin-Concert mit Fritz Kreisler als Solisten).

Bleistift auf Skizzenbuchpapier, mit Bleistift monogrammiert, bezeichnet und datiert, 10. Feb. 1911. 12,6 : 20,6 cm (Blattformat).


Schuch bei der Orchesterprobe 1913

Ohne Titel (Lastpferde an der Tränke).

Bleistiftzeichnung auf Skizzenbuchpapier, mit Bleistift monogrammiert, ohne Jahr.
13,3 : 17,3 cm (Papierformat). In der rechten oberen Ecke mit „2“ beziffert.

„ Aus Moskau erhielt Sterl die folgende Einladung: >Sergej Kussewitzky und Frau geben sich die Ehre, Herrn und Frau Professor Sterl zur Teilnahme an der diesjährigen II. Konzert-Tournee in die größeren an der Wolga liegenden Städte ganz ergebenst einzuladen und bitten in der festen Hoffnung, dass Sie ihnen die Freude einer Zusage machen werden, um gütige Antwort. Moskau, März 1912. Dauer der Wolgafahrt vom 26. April bis 24. Mai deutschen Stils.< [...] Sterl fuhr ohne seine Frau und diesmal mit größerem Gepäck, denn Lovis Corinth hatte ihm geraten, etwas großformatigere Pappen und Leinwände mitzunehmen, was Sterl aufgriff und Corinth mitteilte. Dieser antwortete: >Es hat mich auch gefreut, dass Sie größere Formate mitnehmen, was wohl auf mein Zureden zurückzuführen ist. Ich bin überzeugt, dass Sie viel mehr Vergnügen daran haben werden. 1. es ist Ihnen neuer und 2. wenn es Ihnen glückt, wird die Arbeit wertvoller. Jedenfalls wünsche ich Ihnen von Herzen viel Glück und kommen Sie gesund und heil wieder zurück nach Dresden> (10.4.1912 Corinth an Sterl).“  (Zimmermann, Horst, Robert Sterl. Leben und Werk in Briefen und Selbstzeugnissen. Dresden 2011. S. 128.).


Jaroslawl (Verso Skizzen mit Farbnotizen).

Bleistift auf Skizzenbuchpapier, mit Bleistift monogrammiert, datiert und betitelt, 28.4.1912. 13,2 : 19,5 cm. Der linke Rand etwas unregelmäßig, verso Montierungsstreifen.

„Kussewitzky lädt Sterl zur 2. Konzertreise auf der Wolga in der Zeit vom 26. April bis 24. Mai ein. Er fährt am 23. April von Dresden ab und nimmt auf Empfehlung von Corinth größere Formate mit. Die Konzertreise beginnt am 26. April in Rybinsk und führt über Jaroslawl (27. April), Kostroma (28.4.), Nishni-Nowgorod (Gorki) (29./30. April), Kasan (2./3. Mai), Simbirsk (Uljanowski) (4.5.), Samara (Kuibyschew) (5./6. 5.), Saratow (8./9. 5.), Zarizyn (Wolgograd) (11. 5.) nach Astrachan, wo am 13. und 14. Mai Konzerte stattfinden. A, 15. Mai beginnt die Rückfahrt über die gleichen Städte jeweils wieder mit Konzerten, bis mit dem 18. Konzert in Nishni-Nowgorod (Gorki) die Reise am 25. Mai endet, von der er glaubt, >daß er mehr wie früher in künstlerischer Beziehung von der Reise gehabt< hat.“ (Zimmermann, Horst, Robert Sterl. Werkverzeichnis der Gemälde und Ölstudien. Rostock 1976. S. 56)

„Wir sind bei Regen angekommen. Die Arbeiter und Lastträger am Hafen sind ganz wundervoll und ich möchte hier gerne lange bleiben“ (Sterl an seine Frau von Nishni-Nowgorod am 29. April 1912).


Simbirsk.

Bleistift auf festem Papier, mit Bleistift betitelt, ohne Jahr. 15 : 25 cm auf 18,3 : 27,2 cm. Gebräunt, verso mit Montierungsstreifen.


Das Orchester gastierte am 4./5. Mai 1912 in Simbirsk.


Ohne Titel (Russischer Markt).

Bleistift auf Bütten, mit Bleistift monogrammiert und datiert, 1912. 12 : 17 cm auf 14 : 19,2 cm.


Ohne Titel (Schiffe auf der Wolga).

Bleistiftzeichnung auf geripptem Bütten, mit Bleistift signiert, undatiert. 25 : 28 cm (Blattformat). Einheitlich gebräunt, leichte Altersspuren.

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