Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Picasso, Pablo (Málaga 1881 - 1973 Mougins)

La répétition / Die Probe

Kreidelithographie mit Frottage und Pinsel auf Vélin d'Arches (mit Wasserzeichen), per Umdruckpapier umgedruckt auf Stein, im Stein datiert, 21.2-26.2.54, 1954. 50,3 : 65,5 cm. Bloch 756; Mourlot 252 ("Eine bemerkenswerte Komposition, die den Künstler lange beschäftigte. Die Übertragung gelang einwandfrei. Eine schlechte Übertragung hätte mir kein Lob eingetragen"); Rau 592 („Im Zentrum dieser Lithographien [zum Thema Maler und Modell] steht jedoch zweifellos Die Probe (Rau 592), ein Blatt, in dem die Alte, das Kind und drei Mädchen, der schon bekannte Personenkreis, einem tanzenden Paar zusehen und das über die Umrißzeichnung hinaus ein differenziertes Hell-Dunkel in die Darstellung einbezieht. Die Tanzende in der Mitte des Blattes hält eine Maske vor ihr Gesicht. Auch hier dürfte sich der Schlüssel zum Verständnis dieser Lithographie in der zerbrochenen Gemeinschaft mit Françoise Gilot finden lassen. Im Tanz stellt sich die Schwierigkeit einer tatsächlichen Begegnung der Geschlechter dar. Die Zuschauenden - das Kind, die Alte, die drei Mädchen - sind von der sich ihnen in diesem Tanz darstellenden Problematik noch nicht oder nicht mehr betroffen").; Reuße 644.

Auflage: 5 Künstlerabzüge, 50 signierte und nummerierte Exemplare; Stein abgeschliffen.

La pose habilée / Das bekleidete Modell

Lavierte Pinsellithographie mit Feder auf Vélin d'Arches (mit Wasserzeichen) von der Zinkplatte, in der Platte seitenverkehrt datiert, 19. und 26.3.54, 1954. 55,5 : 38,5 cm auf 65,5 : 49,7 cm. Bloch 764; Mourlot 257; Rau 600; Reuße 651.

Auflage: 5 Künstlerabzüge, 50 signierte und nummerierte Exemplare; Platte abgeschliffen.

„Im September 1953 verläßt Françoise Gilot Picasso und kehrt nach Paris zurück. In der Zeit vom 27. November 1953 bis zum 3. Februar 1954 zeichnet Picasso 180 Blätter, die zu einem wesentlichen Teil als Thema Maler und Modell variieren, das Picasso lange zuvor schon in den Illustrationen zu Balzacs Chef d‘oeuvre inconnu und in der Suite Vollard berührt hatte. In den schließlich in der Zeitschrift Verve publizierten Zeichnungen ist es vor allem die Gegenüberstellung eines alten Malers und eines jungen Mädchens, die Picasso beschäftigt. ,Gemeinsam ist diesen Blättern, daß sie den Maler stets im Augenblick der intensiven Anspannung zeigen, das Bild des Modells auf die Leinwand zu bringen. Staffelei und Leinwand trennen die auch durch die Kunst nichtmehr überbrückbaren Welten: Hier das strahlend schöne Modell, dort der kurzsichtige, emsige, vielfach eitle und akademische Gnom von Künstler, dessen Platz mitunter ein auf dem Hocker kauernder Affe einnimmt, der sich auch sonst in die Szene mischt‘ [Klaus Gallwitz, Picasso Laureatus. Sein malerisches Werk seit 1945. Luzern und Frankfurt 1971, S. 162]  Der biographische Bezug - die Trennung von Françoise Gilot und der dadurch ausgelöste Gedanke an das Alter - liegt auf der Hand. Im Februar und März 1954 setzt Picasso die Maler- und Modell-Thematik in einer Reihe von Lithographien fort.“ (Rau, Bernd, Pablo Picasso, Die Lithographien. Stuttgart 1988, S. 28)


Composition au verre à pied / Komposition mit Stielglas.

Eingeschwärztes Papier (ausgeschnitten, aufgeklebt), Feder und Pinsel auf Lithopapier, umgedruckt auf Stein, auf Vélin d'Arches (mit Wasserzeichen), im Stein datiert, 12.3.1947.
25,2 : 31,2 cm auf 44,5 : 33 cm.
Bloch 431; Mourlot 77; Rau 176; Reuße 194; Cramer 88.

Auflage:  275 Abzügen auf Vélin d'Arches für das Buch "Dans l'Atelier de Picasso" von Jaime Sabartés, erschienen bei Mourlot 1957.
Vorzüglich erhalten!


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