Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Picasso, Pablo (Málaga 1880 - 1973 Mougins)

Buste de jeune femme

Lavierte Kreide- und Pinsellithographie mit Schaber von der Zinkplatte auf Vélin d'Arches (mit Wasserzeichen), in der Platte seitenverkehrt datiert, 26.2.1949.

62 : 48 cm.

Nicht bei Bloch; Mourlot 158; Rau 434; Reuße 464.

Erster von 2 Zuständen.

Auflage: Je Zustand fünf (lt. Baer 6) Künstlerexemplare, keine Auflage.

Am unteren Rand mit Bleistift beschriftet: "M 158 1° FD 143 Mo Les 2 états ensemble", rückseitig in Bleistift von Fernand Mourlot beschriftet "1re état", sowie eine Zahlenangabe für die photographische Wiedergabe.

DAS BEI MOURLOT ABGEBILDETE BLATT.

Femme torero I

Kaltnadelradierung auf Vergé de Montval (mit Wasserzeichen), in der Platte seitenverkehrt datiert "12 juin XXXIV", 1934.

49,5 : 69,2 cm auf 56,5 : 77 cm.

Bloch 1329; Baer 425 C.

Untere linke Ecke mit kleiner Fehlstelle, ansonsten prachtvoller, vollrandiger Abzug.

Die genaue Auflagenhöhe ist nicht bekannt, etwa 60 Exemplare werden angenommen. 


Le pichet noir

Umdrucklithographie (Kreide und Tusche auf Lithographienpapier, auf Stein übertragen; Auswischungen) auf Vélin d'arches (mit Wasserzeichen), 20. Februar 1946.

32,5 : 44,3 cm.

Provenienz: Nachlaß Pablo Picasso, Collection Marina Picasso.

Verso mit dem blauen, ovalen Sammlungsstempel "Succ[ession] Pablo Picasso Coll [ection] Marina Picasso sowie Inventarnummern in Bleistift.

Auflage: 18 Künstlerexemplare, 50 Abzüge signiert und nummeriert.


Les trois femmes et le Torero / Die drei Frauen und der Torero

Kreidelithographie auf Vélin d'Arches (mit Wasserzeichen), per Umdruckpapier umgedruckt auf Stein, im Stein datiert, 17.2.54 II, 1954.

50,2 : 65,5 cm.

Bloch 755; Mourlot 251; Rau 591; Reuße 642.

Auflage: 5 Künstlerabzüge, 50 signierte und nummerierte Exemplare; Stein abgeschliffen.

An den Rändern minimal gebräunt.

Madgalena Moeller:

„Diese Lithographie präsentiert das Thema der ,Drei Grazien‘, die Picasso in den 20er Jahren mehrmals dargstellt hat, ebenso wie auch das Minotaurus-Motiv hier wieder auftaucht. Minotaurus/Stier und Torero erinnern an die Corrida. Ganz rechts findet sich auch auf dieser Darstellung die Figur der Duena, die in den folgenden Jahren auf Zeichnungen und Graphiken anzutreffen ist und eine Schlüsselposition einnimmt“.


Fernando de Rojas, La Célestine.

Paris, Éditions de l'Atelier Crommelynck, 1971.

284 Seiten + 4 Blatt; mit 66 Originalradierungen und  -aquatinten von Picasso. Gedruckt auf "Canton du Moulin Richard-de-Bas"-Papier (Doppelbögen) mit dem Wasserzeichen "La Célestine". Ganzpergamenteinband mit Halbpergament-Schutzumschlag in Original-Pergamentschuber (Entwurf Bernard Duval).

Der Text von Fernando de Rojas aus dem Jahr 1499 wurde von Pierre Heugas ins Französische übersetzt.

Die Graphiken haben eine Größe von 6 : 8 cm bis 14 : 11 cm auf 21 : 16,6 cm.
Druckvermerk von Picasso in Bleistift signiert.

119. von 300 arabisch nummerierten Exemplaren (dazu XXX hors commerce, 18 Widmungsexemplare und 2 Belegexemplare).

Mit wenigen, sehr kleinen Fleckchen, der Schuber mit winzigen Gebrauchsspuren, sonst vorzüglich erhalten.

Provenienz: Privatsammlungen Baden-Württemberg.

Werkverzeichnisse:

  • Baer, Brigitte/Geiser, Bernd: Picasso Peintre-Graveur, Bd. VI, Catalogue Raisonné de l'oeuvre gravé et des Monotypes, 1966 - 1968, Bern 1994, Nrn. 1523,1545,1557, 1575, 1579, 1580, 1589-1592, 1597-1599, 1603, 1604, 1608, 1609, 1612-1618, 1620-1623,1632,1633,1641-1647,1651-1653,1663,1665, 1666, 1670-1672, 1674, 1677, 1680, 1681, 1684-1686, 1705, 1706, 1710, 1744-1746, 1750, 1764, 1768, 1771, 1779
  • Cramer, Patrick (Hrsg.): Pablo Picasso, The Illustrated Books: Catalogue Raisonné, Genf 1983, Nr. 149
  • Bloch, Georges: Pablo Picasso, Catalogue de l'oeuvre gravé et lithographié, Bd. 2, 1966-1969, Bern 1971; Nrn.  147; 1507, 1529, 1540-41, 1558-1559, 1563-1564, 1573-1576, 1581-1583, 1587-1588, 1592-1593, 1596-1603, 1605-1607, 1616-1617, 1625-1631, 1635-1637, 1648-1650, 1654-1655, 1657-1658, 1661, 1664-1665, 1668-1670, 1690-1691, 1694, 1727, 1729, 1733, 1749, 1751, 1754, 1762.


La Célestine ist ein bedeutender Roman der spanischen Renaissance, der in Form eines Theaterstücks geschrieben wurde. Er handelt von einer Liebesgeschichte, in die sich die alte Kupplerin Célestina einmischt. Dieses Thema nahm Picasso wiederholte Male zum Anlaß eines virtuosen Mummenschanzes (Le Cocu magnifique 1966; mehrere Blätter für die Suite 347 1968), hier in einer technisch wie stilistisch sehr beeindruckenden Variationsbreite. Aldo und Piero Crommelynck druckten die Kaltnadelradierungen, die Aquatinten im Zuckeraussprengverfahren sowie die Radierungen mit Schaber und Ätzung auf Wunsch von Picasso auf Doppelbogen, der Rückseite frei blieb, damit der Text nicht durchscheint.

Trotz der Auflage sind vollständige Exemplare selten!

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