Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Schiele, Egon (Tulln 1890 - 1918 Wien)

Selbstbildnis

Bronze nach der Terrakotta-Skulptur von 1917, im Guss gestempelt, nummeriert und datiert, 1980.

28,5 : 17 : 23 cm.

 

Werkverzeichnis: Kallir 4 f

 

Eins von 300 Exemplaren (dazu XXX h.c.)

 

Provenienz: Privatsammlung Rheinland

Ausstellungen: Klimt, Schiele, Kokoschka - Die Verführung der Linie. Kunstmuseum Pablo Picasso, Münster 26.10.2014 - 18.1.2015

Editionsgeschichte:

Der Verbleib der ursprünglichen Terrakotta-Skulptur von ca. 1917 ist unbekannt, wahrscheinlich wurde Sie während des Gießvorgangs zerstört.

Zwischen 1918 und 1925, möglicherweise aber auch noch aus Schieles Hand entstand ein Gipsabguss, der dunkel gefaßt wurde (Historisches Museum der Stadt Wien). Einen zweiten Gipsabguss (Stanford University Art Gallery and Museum, Stanford) stellte die Bronzefabrik Karl Frank zwischen 1925 und 1928 entweder von der Terrakotta-Büste oder von dem ersten Gipsabguss her, die davon wiederum einen Bronzeguss in einer Auflage von 2 oder 3 Exemplaren machte. 1956 stellte die Giesserei Schmäke in Düsseldorf von dem zweiten Gipsmodell eine Bronze in circa 6 Exemplaren her. Vier Jahre später entstand nach dem ersten Gipsmodell ein Bronzeguss in 2 oder 3 Exemplaren. 1965 wurde der Bildhauer Fritz Wotruba beauftragt, eine Bronzeedition mit 7 nummerierten und 2 oder 3 unnummierten Exemplaren zu erstellen.
1980 editierte Venturi Arte in Bologne eine dunkel patinierte Auflage von 330 Bronzen, aus der unser Exemplar stammt. 1987 schließlich entstand eine grünlich patinierte Auflage von 10 Bronzen.
Exemplare aus unserer Auflage befindet sich u. a. in der Österreichischen Galerie Belvedere und im Leopold-Museum in Wien.

Geradezu manisch inspiziert Schiele immer wieder sein Gesicht im Spiegel  und bahnt sich über 100 mal selbst auf die Leinwand.



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