Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Jelich, Angelika (lebt in Münster und New York)

Transparency - Landscape 8b.

Farbige Pigmente auf Photofilm 2013. 60 : 60 cm.

Transparency - Window - Facade of glass 1

Photos und Folien auf Acrylglas 2009. 33 : 36 cm

• In der Einführung zu Ihrer New Yorker Ausstellung » Transparenz – Transparency« sagt Dr. Bennie Priddy sehr poetisch und – wie ich finde – auch treffend: »Wir schauen durch ein Fenster auf die Fenster eines gegenüberliegenden Gebäudes und sehen manchmal Menschen in diesem Gebäude und gleichzeitig die Verspiegelung unseres Fensters, unseres Standpunktes, in den Fenstern gegenüber.«
Warum wollen Sie das zeigen? Welcher Teil von Angelika sagt »Das will ich zeigen.«? Welche Gedanken spiegelt das wider?
Mir geht es mit diesem Thema um die Mehrschichtigkeit der Welt. Jeder Augenblick, jede Situation, jeder Gegenstand hat verschiedene Facetten und läßt verschiedene Interpretationsmöglichkeiten zu. Wir bekommen in den „Transparencies“ Perspektiven, durch die wir auf die Situation oder den Gegenstand blicken können.
Meine Transparencies sollen die mögliche Durchsichtigkeit und Durchlässigkeit zulassen. Das Gegenteil von Heimlichkeit / Dichtmachen / Abschließen.
Transparenz bedeutet für mich auch Leichtigkeit im Gegensatz zu Schwere.
• Der erwähnte Dr. Bennie sagt auch »Die Bilder stellen fest, dass hinter diesen Feuerleitern und in den Wolkenkratzern Menschen wohnen, zu denen wir keinen Kontakt haben. Die Farben sind zu heiter, um diesen Kommentar als pessimistisch zu interpretieren.«
Was sagen Sie zu dieser Interpretation bzw. Wahrnehmung von Dr. Bennie? Was sind Ihre Gedanken dazu?
Das Glas ist halbvoll und nicht halbleer!
Das ist die positive Möglichkeit, wie die Menschen hinter diesen Fassaden leben könnten. Ich hätte auch die grauschwarze Variante nehmen können, bevorzuge in meiner Kunst aber das Heitere, Positive. So nehme ich die entsprechende Farbpalette.

(Aus einem Interview von Manfred Zimmer 2013)


Memorial Summer 11

Gedruckt auf Leinwand 2012. 120 : 120 cm.

“Der Auflösung der Natur in der Abstraktion steht in den Arbeiten von Angelika Jelich ihre bewußte Stilisierung zu einfachen, stark konturierten, bisweilen fast naiv-kindlichen Formen gegenüber. Ihre Setzkästen der Erinnerung Memorial summer fassen die floralen Momente in scharf abgesetzten Umrisslinien und unterwerfen sie in der Anordnung einer strengen Tektonik. Präpariert, aufgereiht und abrufbar geworden, harren sie eines neuen Begegnens, um die in ihnen verborgenen, gehüteten Augenblicke der Vergangenheit noch einmal preiszugeben. Bume, Blatt. Meer, Sonne werden zu Sinnbildern, zu Symbolen eines glückvollen Erinnerns.” (Wolfgang Türk)


Long Island N.Y. - Meeting at night 9

Lackfarbe und Kreide auf Folie 2015. 43 : 33 cm.

 

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