Kunstkontor Dr. Doris Möllers

Cürten, Ferdinand Carl (Düsseldorf 1892 - 1945 Beverungen)

Ohne Titel (Artist vor dem Zirkus/Selbstbildnis?).

Kreidelithographie auf Maschinenbütten, mit Bleistift signiert und nummeriert, ohne Jahre (um 1920?). Ca. 37 : 25 cm (Stein unregelmäßig) auf 56,2 : 41 cm.
7. von 30 Exemplaren.
Der breite Rand mit leichten Läsuren, insgesamt aber sehr schöner Abzug.

Provenienz: Privatsammlung Westfalen.

WIR KÖNNEN AUSSER DIESEM BLATT KEINE WEITERE GRAPHIK AUS DER HAND DES KÜNSTLERS NACHWEISEN.

VERKAUFT

Ferdinand Carl Cürten, Bildnis, Öl auf Leinwand (?), ausgestellt 1921 im "Jungen Rheinland"

Cürten studierte zunächst an der Düsseldorfer Kunstgewerbeschule und im Anschluß an der dortigen Kunstakademie. Sein Frühwerk stand noch unter dem Einfluß des rheinischen Impressionismus.Studienreisen durch Europa und Nordafrika bereicherten seine Palette um leuchtende Farben. 1919 trat Cürten der Künstlervereinigung "Das Junge Rheinland" bei, das in der Galerie von Johanna (Mutter) Ey gegründet worden war. 1923 verließ er die Gruppe und wurde Mitglied in der gerade gegründeten "Rheingruppe", aus der sich 1928 die "Rheinische Sezession" bildete. So nahm Cürten zwischen 1919 und 1933 an allen wichtigen Ausstellungen der rheinischen Avantgarde teil.
1926 erhielt er den Auftrag, im Zuge der "Großen Ausstellung für Gesundheitspflege, soziale Fürsorge und Leibesübungen (GeSoLei) ein Gemälde für den Rundbau des Planetariums zu schaffen. Die GeSoLei war die größte Messe der Weimarer Republik! 1928 folgte ein Auftrag zur Ausgestaltung einer Ausstellung des "Völkerbundes" in Genf. Anfang der Dreißiger Jahre wandte sich Cürten mehr und mehr dem Aquarell zu. Zwei seiner Bilder wurden von den Nationalsozialisten im Rahmen der "Entarteten Kunst"-Aktion aus den Kunstsammlungen der Stadt Düsseldorf entfernt und zerstört. Cürten wurde als Leutnant nach Nordafrika abkommandiert unf starb am 30. Mai 1945 im Lazarett auf Schloss Amelunxen in Beverungen / Kreis Höxter.

Bei dem dargstellten Artisten könnte es sich um ein Selbstporträt handeln, denn es zeigt starke Ähnlichkeit mit einem Gemälde des Künstles, das 1921 im "Jungen Rheinland" ausgestellt war (leider nur als sw-Abbildung bekannt).

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